Es war schon länger klar, dass Apple im September 2019 neue iPads auf den Markt bringen und die Modellpalette erneuern wird. Vor allem mit einem neuen iPad Pro war gerechnet worden.

Jetzt aber hat Apple das Basis-iPad aktualisiert. Sein offizieller Name: iPad. Es wird aber auch als iPad der 7. Generation, iPad 2019 oder 10,2-Zoll-iPad (10,2″ iPad) bezeichnet. Und dieses Modell ist natürlich aufgrund der relativ geringen Kosten für Schulen und Schüler besonders interessant. So kommt wohl in den meisten Schulen dieses iPad zum Einsatz. Jahr für Jahr ist es dann doch immer wieder von Interesse, wie das Basis-Modell ausgestattet wird und welche Veränderungen es gibt.

Hier ein Überblick über die diversen iPad-Modelle und ihre Eignung für die Schule.

War der Schritt vom iPad 2017 zum iPad 2018 mit der Apple Pencil – Einführung doch ein recht großer, bleibt der ganz große Schritt beim iPad 2019 aus – abgesehen von einer doch bemerkenswerten Neuerung…

Ein kurzer Überblick zum neuen iPad 2019

Die wichtigste Neuerung: Das iPad 2019 erhält ein 10,2-Zoll-Retina-Display, dabei wachsen die Abmessungen im Vergleich zum iPad 2018 (mit 9,7-Zoll-Bildschirm) nicht dramatisch. An der längsten Seite ist das iPad 2019 etwa einen Zentimeter länger als das iPad 2018. Neu: Das Gehäuse des iPad 2019 besteht erstmals aus Recycling-Aluminium.

iPad 2019 in der Schule
Das neue iPad 2019 in der Schule: Zwei Schritte vorwärts, ein Schritt (zumindest für viele Schulen) zurück

Laut Apple bietet das iPad 7. Generation eine ideale Ausstattung für Augmented Reality, etwa eine bessere Ablesbarkeit auch aus schrägen Blickwinkeln und neue verbesserte Lage-Sensoren. Es kommt mit demselben Apple A10-Fusion-Chip, der auch schon im iPad 2018 eingebaut war. Damit sind keine großen Geschwindigkeitsverbesserungen zu erwarten.

Das iPad, das am 30. September 2019 auf den Markt kommt, kostet in der Basis-Version mit WiFi und 32GB 379 Euro. Im Fachhandel werden die Preise wohl bald sinken.

iPad 2019: Apple Pencil und Apple Keyboard

Wie der Vorgänger ist auch das iPad 2019 kompatibel zum Apple Pencil 1. Generation (der Pencil der neueren iPad-Pro-Modelle ab 2018 passt also nicht). Neu: Die mit 179 Euro sehr teure Tastatur, die Apple für das iPad Air 3 und das ältere iPad Pro 10,5 Zoll von 2017 eingeführt hat, funktioniert jetzt auch am Einsteiger-iPad. Wichtig: Erstmals kann man an einem Einsteiger-iPad auch eine Tastatur mit Smart Connector nutzen, was vor allem an Orten mit vielen Funkstörungen zuverlässiger funktioniert (etwa auf Messen oder im Hörsaal).

Besonders ärgerlich für Schulen: iPad ist zu groß für kostenloses Microsoft Office

Eigentlich unglaublich, aber leider wahr: Das neue iPad ist 0,1 Zoll (2,54 mm) zu groß – zumindest für Microsoft, die nur bis zu einer Bildschirmdiagonale von 10,1 Zoll das Büropaket Microsoft Office kostenlos abgeben.

Wer nun das neue iPad mit 10,2 Zoll großer Bildschirmdiagonale (7. Generation)  erwirbt, muss auch für Microsoft Office zahlen. So sieht es zumindest laut WinFuture derzeit aus.

Das bedeutet auch, dass Umsteiger von den älteren, 9,7 Zoll großen Modellen, nun ein kostenpflichtiges Abo abschließen müssen, wenn sie ihre Office-Dokumente (Word, Powerpoint und Excel) weiter bearbeiten wollen. Öffnen können sie die Dokumente auch ohne Abo.

Ein Office-365-Abo wird für rund 70 Euro im Jahr verkauft, wobei darin nicht nur die Nutzung auf dem iPad oder iPhone sondern auch auf dem Mac oder Windows-Rechner möglich ist. Apple bietet natürlich auch eigene Bürosoftware an, die zumindest Office-Dokumente öffnen und bearbeiten können, doch 100% kompatibel sind diese nicht. So kommt es beim Export von Powerpoint zu Keynote oder Word zu Pages immer wieder zu Formatproblemen.

Damit ist gerade für dieses in Schulen so essentielle Basis-Modell ein echtes Problem entstanden, da viele Schulen die Microsoft Office – Pakete einsetzen. Es bleibt abzuwarten, ob es dazu eine Lösung geben wird.

Einschätzung: iPad 2019

Das iPad 2019 scheint eine sinnvolle Weiterentwicklung zu sein. Dass sich beim Tempo angesichts des gleichen Chips wie 2018 vermutlich nichts getan hat, stört sicherlich die wenigsten Nutzer. Dafür profitiert man vom größeren und beim Blickwinkel verbesserten Bildschirm (bei fast gleichen Maßen) und hat endlich die Möglichkeit, ein arbeitstaugliches Keyboard ohne Bluetooth nutzen zu können. Wer das iPad als Notebook-Alternative nutzen will, dürfte allerdings enttäuscht sein, dass Apple hier weiterhin eine Lightning-Buchse statt dem mit dem iPad Pro 2018 eingeführten USB-C-Anschluss verbaut. So lassen sich USB-Sticks, Wechselmedien und HDMI- oder Ethernet-Adapter nur sehr viel umständlicher oder gar nicht anschließen. Das ist umso ärgerlicher, da iPadOS sogar externe Festplatten unterstützt. Andererseits entlastet dieser Schritt auch die Budgets, da nicht wieder ein komplett neues Zubehör-Set gekauft werden muss.

Und wer nun überlegt, welches Office Paket das passende für das neue iPad sein könnte, findet in diesem Artikel zu Microsoft Office – Alternativen für das iPad einige gute Hinweise.


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